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BSV BLUMBERG //Billard



Kegelbillard
Rüdiger Weiher

Kein Zittern, ein scharfer Blick

Blumberg (moz) Zehn Aktive in der Deutschen Billard Union sind über 80 Jahre, Günther Egner aus Blumberg ist nun einer von ihnen.

Konzentriert: Alterspräsident Günther Egner vom BSV Blumberg erzielt Spitzenergebnisse. Er hat ein gutes Auge und eine ruhige Hand. Foto: Rüdiger Weiher

© Rüdiger Weiher

Wenn der Sportverein in Blumberg, nun BSV, am 5.September sein 20-jähriges Bestehen feiert, können Egner und die Billard-Abteilung schon auf ein längeres Vereinsleben zurückblicken. Denn Günther Egner ist eines der Gründungsmitglieder der Abteilung. Er hat sie 1975 mit aus der Taufe gehoben, damals als SG Blumberg. Wohl aus einer Bierlaune heraus, dann damals stand ein Kegel-Billard-Tisch im Volkshaus und eine Gruppe von Männern machte aus der Beschäftigung beim regelmäßigen Beisammensein zum Feierabend einen sportlichen Verein.

Egner war auch einige Zeit Vorsitzender und erwies sich selbst als wahrer Queue-Virtuose. Der ehemalige Maurer agierte meist auf Kreisebene sehr erfolgreich, feierte dort einige Meistertitel und Aufstiege und half auch bei Teams in der Landesklasse aus.

Die kleine Billard-Abteilung ist im Laufe der Jahre immer wieder in neue Räumlichkeiten in Blumberg umgezogen, bis sie heute ihre schmucken Vereinsräume mit vier Wettkampftischen auf dem Schlossgelände hat und dem BSV angeschlossen ist. Es spricht nicht nur für Egners sportliche Einstellung, dass er es geschafft hat, dass die Vereinsräume und Sportler von Nikotingiften verschont bleiben und die Raucher vor die Tür gehen müssen.

Günther Egner hat sich dabei immer um den Billard-Sport verdient gemacht, ist nie aus der Abteilung ausgetreten und ist mittlerweile ihr Alterspräsident. Auch heute engagiert er sich nicht nur im Vereinsleben, so betreut er u.a. auch den Nachwuchs bei der Schul-AG. Nur eine kurze Phase hat Egner den aktiven Sport ruhen lassen, hat dann aber mit 70 einen neuen Billardtisch bei sich zu Hause aufgestellt, geübt, und die Blumberger Mannschaften überwiegend bei Heimspielen wieder unterstützt.

„Ich bin froh, dass er aktiv dabei ist“, sagt Abteilungsleiter Rüdiger Weiher, der in Egner nicht nur sportlich ein Vorbild sieht. „Es beeindruckt, wie sicher er heute noch am Tisch agiert. Kein Zittern, ein scharfer Blick, zielstrebig und er will immer gewinnen“. Weiher betont, dass der Senior nicht der Schlechteste im Verein sei, aber dessen ist sich Egner sicher bewusst.

Er ist ordnungsbedacht, ist die Ruhe in Person und zeigt sich stets interessiert. So ist er auch im Umgang mit Internet und PC sehr versiert. Ein weiters Hobby ist sein Garten, den er mit seiner Frau Edith genießt.

Am Freitag findet in Blumberg eine Feier statt, dann kommen auch hochrangige Sportfunktionäre zum Gratulieren. Günther Egner feiert heute seinen 80.?Geburtstag. Die Billard-Freunde und alle Sportkameraden sagen herzlichen Glückwunsch.

Bundesliga, Blumberg gewinnt gegen Tabellenführer und Favoriten Leuthen/Oßnig hauchdünn

Krimi mit letztem Stoß entschieden

Blumberg (kar) Der 5. und 6. Spieltag der Bundesmannschaftsmeisterschaft (Bundesliga) stand ganz im Zeichen der Spitzenpartien. Der Tabellendritte BSV Blumberg empfing den Zweiten, VBSF Cottbus und anschließend den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer Leuthen/Oßnig. Der Gastgebersetzte sich beide Male durch.

Schon nach den ersten beidenPaarungen gegen Cottbus zeichnete sich ab, dass es ein spannender und hochklassiger Wettkampf wird. Nach je zwei Startern führte Cottbus etwas überraschend mit acht Points. Frank Schmidt fand nie in seine Partie und blieb bei mageren 231 Points hängen. Mannschaftskapitän Uwe Karbe als dritter Starter spielte sehr konzentriert und erzielte mit 313 Points ein Spitzenresultat. Sein Gegenspieler Fred Gormann zeigte keine Nerven und büßte bei ebenfalls hervorragenden 312 Points nur einen Kegel ein.

Kurt Fladrich brachte mit seinen sehr guten 289 Points Blumberg erstmals in Führung. Aber bei einer Halbzeitleistung von 168 Points war mehr drin. Bodo Petrick büßte zwar 10 Points ein, aber vor dem entscheidenden Abschlussduell hatte Blumberg noch 14 Points Vorsprung. Die Nummer 1 der Rangliste, Hartmut Schindler, sollte den Sieg nach Hause holen. Er spielte gegen Hansi Bock, einen der besten Billardkegelspieler Deutschlands.

Es entwickelte sich eine hochklassige Partie, in der die Führung ständig hin und her ging. Die erzielten Resultate von 315 und 309 Points zeigen das. Am Ende freuten sich die Blumberger über den 1704:1684-Sieg. Zum Feiern blieb nicht viel Zeit, da am Sonntag der Tabellenführer der SV Leuthen/Oßnig zum zweiten Spiel erwartet wurde. Mit einem Auswärtssieg im Gepäck (1672:1644 Points in Britz) kam Leuthen zum absoluten Spitzenspiel Zweiter gegen den ungeschlagenen Tabellenführer.

Es wurde ein echter Krimi. Blumberg geriet nach der ersten Paarung mit sechs Points in Rückstand. Degenhard Gericke zeigte nach sehr schwacher erster Halbzeit (717 Points) sein Käimpferherz und erreichte nochgute277 Points. Frank Schmidt mit 260 Points verlor nochmals 24 Points. Somit stieg der Vorsprung der Leuthener auf 30 Points an. Die nächsten drei Blumberger besiegten jeweils ihre Kontrahenten im direkten Duell, machten aber insgesamt nur 14 Points gut. Jetzt hofften alle auf die Leistung von Hartmut Schindler gegen Stefan Lehmann. Von Beginn an entwickelte sich eine hochklassige Partie mit ständigem Führungswechsel. Lehmann spielte sehr konzentriert und büßte bei Halbzeit sieben Points ein. Und der ständige Wechsel dauerte bis zum Ende der Partie. Die extreme Anspannung stand den Spielern ins Gesicht geschrieben.

Und das Bangen ging bis zum allerletzten Stoß. Bis dahin stand es im Gesamtklassement Remis. Hartmut Schindler hatte den Rückstand von 14 Points wettgemacht. Keiner traute sich, den Anfang zu machen. Dann fasste sich Schindler ein Herz und er zielte trotz mäßiger Stellung drei Points. Sein Gegenspieler Stefan Lehmann hatte eine bessere Ausgangsstellung. Viele Anwesende waren sich einig: Der Sieg geht nach Leuthen/Oßnig. Aber Lehmann zeigte beim letzten Stoß Nerven und erzielte, zur Freude der Blumberger Billardspieler und der zahlreichen Zuschauer, nur zwei Points. Der Jubel über diesen glücklichen, aber nicht unverdienten 1710:1709-Sieg war groß. Dieses Spiel wird in die Annalen des Billardkegelsports eingehen.

Da fliegen die Kegel: Blumbergs Mannschaftsleiter Uwe Karbe bot mit 313 Points im ersten und 298 im zweiten Spiel eine sehr gute Leistung und hatte großen Anteil an den zwei Siegen seines Teams.

1. Bundesliga in Blumberg

Zum Auftaktspiel in die 1. Bundesliga Kegelbillard begrüßten die Sportfreunde des BSV Blumberg ihre Gegner vom NSV Gelb-Weiß Görlitz. Beide Mannschaften sind erst in der letzten Saison in die 1. Bundesliga aufgestiegen und waren entsprechend nervös. Uwe Karbe brach das Eis in seiner förmlichen Eröffnungsansprache und die Spieler wünschten sich mit „Gut Holz“ viel Glück für das Spiel. Mucksmäuschen still muss es in dem Spielraum sein. An zwei Tischen wurde jeweils gespielt.

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